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Donnerstag, März 24, 2005

von Oma lernen.......

Beim Geburtstagsbesuch zu Hause hab ich übrigens auch noch eine Weisheit aufgeschnappt, die ich Euch nicht vorenthalten will. Oma mütterlicherseits hat eine ausgeprägte Tendenz zu kategorischen Äußerungen, die einen manchmal auf die Palme bringen können, gerade wenn man weiß, wie sehr sie (wahrscheinlich schon unfreiwillig, aber trotzdem) ein doch recht weltfremdes Leben führt........
Anyway, Folgendes müsst Ihr Euch mit einem gepflegten oberhessischen Unterton vorstellen, den ich nur sehr unzureichend schriftlich abbilden kann:
Jedem Norr gefällt sei Kapp - un mir mein Hout
Was gibts da noch hinzuzufügen????

Dienstag, März 22, 2005

ein echtes Haustier: Säbelzahn-Sissi

Example
Dieses harmlos und verängstigt aussehende, niedliche Tierchen ist Sissi, das neue Haustier meines Bruders. Auf abenteuerliche Weise ist sie ihm und seiner Freundin zugelaufen: Bei einem Besuch bei Freunden im Nachbarörtchen hat sie sich heimlich im anscheinend gemütlich-warmen Motorraum seines Autos versteckt und ist mit zurück nach Hause gefahren, ohne dass die beiden was gemerkt hätten. Dann ist sie plötzlich aufgetaucht und erstmal panisch im Garten verschwunden, fast eine Stunde hat es gedauert, das wuselige Mini-Kätzchen wieder einzufangen. Dann haben sie sie erstmal mit rein genommen und versucht, rauszufinden, wo sie so plötzlich herkam. Es stellte sich raus, dass es in der Nachbarschaft besagter Freunde einen frischen Wurf Kätzchen gab, die Leute hatten aber gar nicht bemerkt, dass eins gefehlt hat bzw. waren froh, eins losgeworden zu sein. Das Tierchen wurde also von niemandem vermisst oder zurückgefordert, so kommt man aus heiterem Himmel zu einer Katze. Zuerst war das Brüderchen skeptisch und wollte sie nicht behalten, aber Sissi hat ihn gekonnt um den Finger gewickelt, coole Katze. Sie scheint sich wirklich die richtigen Besitzer ausgesucht zu haben.
Mittlerweile ist sie schon ein bisschen größer als hier auf dem Foto und es sieht auch nur so aus, als hätte sie ein Hitler-Bärtchen. Katzen mochte ich ja schon immer sehr gern und hatte mich deshalb auf zwei Tage ausdauerndes Katzen-Kuscheln-Öhrchen-Kraulen und angeschnurrt werden gefreut, als ich vor ein paar Wochen für ein paar Tage nach Hause gefahren bin. Aber weit gefehlt: ich wurde wiederholt verletzt *jammer* Die süße kleine Miezekatze war so überhaupt nicht verschmust und hatte mich (genauer gesagt: meine Finger und Füße) die ganze Zeit zum Fressen, Kauen und Krallen-Reinhauen gern......selbst devote Bestechungsversuche mit Leckerli haben nicht funktioniert. Kenne mich mit der Psychologie von kleinen Kätzchen nicht so aus, aber Mr. Coupland sagt ja, All Families are Psychotic, wahrscheinlich schließt das die entsprechenden Haustiere mit ein :-)
Vergangenes Wochenende stand der zweite Besuch im Familienkreis an und ich war schon sehr gespannt, wie das Katzentier wohl drauf sein würde. Natürlich ein Stückchen gewachsen, ordentlich ausgestattet mit Kratzbaum, Wohnhöhle und diversen Spielzeugen, die zwei menschlichen Büchsenöffner ihr treu ergeben, sehr nett mitanzusehen das Idyll. Sie ist schon ein bisschen zutraulicher, nicht mehr ganz so bissig (das ist angeblich normal für das Alter), immer noch sehr energiegeladen und nicht wirklich verschmust. Kuscheln war also wieder nicht, aber diesmal hab ich wenigstens nur zwei kleine Fleischwunden davongetragen, und meine Allergie hält sich zum Glück auch einigermaßen in Grenzen. Es gibt also einen Grund, sich auf zukünftige Heimatbesuche noch etwas mehr zu freuen *g*.


Sonntag, März 20, 2005

Déjà vu

Gerade hab ich den Abend (Cs. 30. Geburtstag) verbracht u.a. mit Martin, einem Typen, den ich vom Sehen schon länger kannte, der mich vor Jaaahren auf einer Party in der vorherigen WG mal derbst-hartnäckig angegraben hat. Trotz der Gegenwart eines betrunken schlafenden Marco wollte er damals unbedingt mit mir in meinem Zimmer verschwinden und hat sich kaum abwimmeln lassen. Das war aber eher amüsant-tollpatschig als bedrohlich, er hat einen bekifft-fertigen Eindruck gemacht, nicht ernst zu nehmen. Und natürlich konnte er bei späterem weitläufigen Wege-Kreuzen nicht einordnen, warum ihm mein Gesicht bekannt vorkommen sollte. Eine vollkommen unspektakuläre Anekdote eigentlich, wir haben uns nie kennengelernt usw., aber er ist halt so der Typ "bunter Hund", den man irgendwie kennt, wenn man lange genug in Gießen ist. Außerdem hab ich ein sehr gutes Gedächtnis für Gesichter und musste immer schmunzelnd an diese Party denken, wenn ich ihn auch nur von Weitem irgendwo gesehen hab. Simone ist er auch mal auf ähnliche Weise auf die Pelle gerückt in dieser Zeit, wie wir später festgestellt haben, er war wohl ziemlich auf der Suche.......
Die Zeit vergeht und nun stellt sich raus (wir erinnern uns, Gießen ist klein): Martin ist Cs. ehemaliger Mitbewohner und außerdem jetzt liiert mit einer ihrer besten Freundinnen - daher der gemeinsam verbrachte Abend. War irgendwie schräg, ihm und seiner Freudnin gegenüber zu sitzen und sich an den seltsamen Abend in einer irgendwie mittlerweile anderen Welt zu erinnern. Und er hat vermutlich gedacht, er sieht mich heute zum ersten Mal, wenn überhaupt *g*
Voller Stolz kann ich außerdem berichten, dass ich heute gleich zwei Dinge gelernt habe: Luftballons zuknoten (konnte ich nie, wirklich wahr! Peinlich, ich weiß....) und Doppelkopf spielen, was ziemlich kompliziert ist und ich vermutlich nächste Woche schon wieder vergessen haben werde....egal. Parole: Armut geht vor Hochzeit, wie im echten Leben.....

Donnerstag, März 17, 2005

neues Spiel, neues Glück!

Aber diesmal wirklich: "Wissensvermittlungsformate in den neuen Medien" lautet das neue Thema, heute abgesprochen und unter Dach und Fach gebracht mit dem betreuenden Prof. und der tollen Frau Dr. Ein Ende ist jetzt also absehbar, ich freu mich, whatever that means.

Mittwoch, März 16, 2005

neue Wohnsituation

Ab Mai zieht jemand Neues bei uns ein: Mitbewohnerin B. und das Hundi ziehen aus und eine neue Mitbewohnerin B. zieht ein - ohne Hundi. Seit heute abend steht es fest, sie kam vorbei, um nochmal alles unter die Lupe zu nehmen und eine endgültige Entscheidung zu treffen. Bin mal gespannt, wie das so wird mit ihr. Sie scheint auf jeden Fall eine temperamentvolle Frau der Tat zu sein, forsch und geradeheraus, sowas können wir gebrauchen =)
Dass B. weggeht, finde ich leider nicht weiter schlimm, besonders in letzter Zeit war doch sehr offensichtlich, dass es mit unserer Wohn-Konstellation nicht wirklich gut passt. Sie ist kein WG-Mensch, hat sie auch selbst mal so gesagt, tendentiell zickig und nur schwer zu Kompromissen bereit, und jetzt braucht sie eh eine größere Wohnung, um die Möbel ihrer Mutter unterzubringen. Zunächst wird das auch in der Nähe von Gießen sein, aber ich hab so das Gefühl, dass sich der Kontakt recht schnell verlieren wird......
Traurig aber wahr, ich schätze, dass ich das Hundi wahrscheinlich mehr vermissen werde als sie, das hätte ich vorher auch nie gedacht. So ein flauschiger kleiner Mitbewohner ist schon fein, zwar oft auch extrem nervtötend, aber die kuschelig-netten Momente haben doch überwogen......schade. Auf jeden Fall bin ich so auf den Hund gekommen und weiß, dass ich das zukünftig gerne mal wieder hätte, das ist doch eine schöne Erkenntnis, auch wenn ich auf die gemeinsame Wohn-Zeit mit dem Frauchen eher mit gemischten Gefühlen zurückblicke.

Dienstag, März 15, 2005

fleischliche Gelüste?

Da haben wir doch alle drauf gewartet, Voilà: der Wurstteppich =)
Sieht doch wirklich lecker aus, zwar nix für Vegetarier - aber ich könnte mir vorstellen, dass das selbst Fleischesser zum Abgewöhnen finden......
Wem Bierschinken und Blutwurst nicht zusagen, der kann sich auch für Salami oder Mortadella entscheiden, auf dieses Highlight gestoßen bin ich beim sehpferd, danke.

ExampleExample

ein virtuelles Haustier

my pet!


Ein grüner Pinguin, isser nicht toll? Was es nicht alles gibt.....


Frühling läßt sein blaues Band....

.....Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike
(1804-1875)
Genauso siehts hier momentan aus und ich finds prinzipiell gut, die Welt kommt einem viel netter vor im Frühling, auch wenn ich den Winter an sich prima finde. Aber jetzt, nicht zu schlagen: Die Sonne scheint, eine schöne rote Primel steht auf meiner Fensterbank (Geschenk der lieben Mitbewohnerin C.), die Vöglein singen.......toll, aber ich fange gerade, wie jedes Jahr um diese Zeit, an zu niesen, schniefen und aus dem Gesicht zu tropfen.....poor me =(
Doch eigentlich müsste es heißen: stupid me, denn im letzten Herbst hab ich die Desensibilisierung komplett vergessen, ich Depp. Ich bin soooooo blöd, sprichwörtlich aus den Augen und aus dem Sinn. Im Dezember isses mir eingefallen, aber das ist normalerweise schon zu spät dafür. Hätte ich natürlich prophetische Kräfte gehabt und absehen können, dass sich der Winter diesmal so lange hinzieht, hätte man vielleicht noch was machen können......
Egal, jammern nutzt nix, da muss ich jetzt wohl einfach durch und mich dementsprechend mit Drogen eindecken, wahrscheinlich werd ich auch wieder zum notgedrungenen Stubenhocker.......Hatschi!!



nochmal auf den Bush geklopft

Wir fanden das ja alle ziemlich bekloppt, wie das gesamte Rhein-Main-Gebiet quasi lahmgelegt worden ist, um Herrn George W. für einen Tag (ein paar Stunden? Ich weiß es nicht mehr genau....) zu beherbergen. Wurde ja intensiv drüber berichtet, auch im Vorfeld schon: abgehängte Briefkästen, zugeschweißte Kanaldeckel, Taucher suchen das Hafenbecken nach Bomben ab, vollgesperrte Autobahnen, Menschen dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen, müssen ihre Autos umparken, können ihren Arbeitsplatz nicht erreichen und sind gezwungen, einen Tag Urlaub zu nehmen usw........absurdes Theater, das was-weiß-ich-wieviel gekostet hat, arghh!!
Bisher nicht oder nur kaum wahrgenommen hatte ich ausführliche Erfahrungsberichte der direkt Betroffenen, liegt aber wahrscheinlich eher an meinen Rezeptionsgewohnheiten als an mangelnder Berichterstattung seitens der einschlägigen Medien. Wie auch immer, es hätte mich jedenfalls durchaus interessiert, wie sich das anfühlt, wenn man vermummte Scharfschützen auf seinem Balkon sitzen hat oder, wie im folgenden Beispiel, impertinenterweise einfach nur seinen Protest gegen den Bush-Besuch ausdrücken möchte, indem man ein harmloses Transparent aus seinem Fenster hängen lässt. Hier ein paar Eindrücke:
Mittlerweile war eine gut zwölf Mann starke "Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit" der Polizei in voller Kampfmontur in der Wohnung. Jetzt war auch die 23jährige Psychologiestudentin auf[gewacht]. D. bat sie, das Transparent zu entfernen. Es sei ein "Aufruf zur Gewalt" und er müsse Gefahren abwehren. Auch [sie] verwies auf die Meinungsfreiheit. Er sagte, er könne das Transparent auf Grundlage des Polizeigesetzes entfernen, wollte aber keinen Paragrafen nennen. Wenn das Transparent nicht abgehängt würde, würde er die Wohnung stürmen und räumen lassen, und von nun an habe er die "Herrschaft" über die Wohnung.
Den ganzen Artikel findet man hier bei heise.de, darüber gestolpert bin ich im Blog von Meow - Girl, danke für den Hinweis. Das muss man sich mal vorstellen, wo sind wir denn??!!!

Keine Reaktion

Vergangenen Donnerstag hab ich bei Herrn B. einen ganz vorsichtigen Freundschafts-Wiederbelebungsversuch unternommen, der aber offensichtlich leider ins Leere gelaufen ist.
Dazu die Vorgeschichte: Vor ein paar Wochen hab ich durch Zufall einen alten (und wie ich dachte, auch immer noch irgendwie guten) Freund wiedergetroffen, den ich Jahre nicht gesehen oder gesprochen und schließlich schweren Herzens abgeschrieben hatte. Das Treffen war nett und auch relativ unverkrampft, es wurde viel gelacht und ganz vorsichtig auch zukünftiger Kontakt angesprochen bzw. Nummern und email-Adressen ausgetauscht. Ich hab mich sehr über das unverhoffte Wiedersehen gefreut, weil ich schon nicht mehr damit gerechnet hatte, und hab mir vorgenommen, nach einer angemessenen Wartezeit mal wieder einen Kontaktversuch zu machen, man will die Menschen ja nicht überrumpeln oder unter Druck setzen.
So geschehen also letzten Donnerstag, als ich per email einen gemeinsamen Kinobesuch in lockerer Gruppenformation angeregt hab. Mit genügend zeitlichem Vorlauf, damit er sich in Ruhe mit dem Vorschlag beschäftigen kann.....spontane Überfälle kommen meistens nicht gut, so gut kenn ich ihn schon. Tja, und heute ist der Tag, an dem eigentlich der Kinoabend stattfinden sollte. Allerdings hab ich bisher noch nix von ihm gehört, was mich nach der Vorgeschichte eigentlich nicht weiter wundern sollte, aber natürlich bin ich trotzdem enttäuscht.....und werd mich auch nicht mehr melden, glaub ich =(

EDIT: Falscher Alarm: Er hat sich gemeldet heute, hatte die mails zu spät gesehen und freut sich auch darauf, in Zukunft mal wieder was mit mir zu unternehmen, sehr schön =)


Montag, März 14, 2005

die Schriftstellerinnen in Frau Os Regal

Kate Atkinson, Banana Yoshimoto, Arundhati Roy, Jane Austen, Simone de Beauvoir, Harriet Beecher-Stowe, Charlotte Brontë, Emily Brontë, Candace Bushnell, Lara Cardella, Marguerite Duras, Karen Duve, Helen Fielding, Zoe Jenny, Judith Kerr, Harper Lee, Doris Lessing, Astrid Lindgren, Toni Morrison, Joyce Carol Oates, Rosamunde Pilcher, Annie Proulx, Susanna Tamaro, Donna Tartt, Anne Tyler, Alice Walker, Virginia Woolf, Marion Zimmer-Bradley, Kathy Lette, Zadie Smith, Irmgard Keun, Isabel Allende, Anais Nin, Enid Blyton, Tonke Dragt, Jane Campion, Margaret Atwood, Luise Rinser, Joan Aiken, Tessa de Loo, Elke Heidenreich, Sibylle Berg, Jane Smiley, Kerstin Ekman, Lucy Maud Montgomery, Louisa May Alcott, Kate Chopin, Daphne Du Maurier, Gillian Bradshaw, Marianne Fredriksson, Ingrid Noll.........hab bestimmt noch welche vergessen, hab nicht jedes Regal bis in den letzten Winkel durchsucht.

inspiriert durch: Anke Gröner und Franziskript

Sonntag, März 13, 2005

die Frauenfrage

Vor ein paar Tagen war internationaler Tag der Frauen, am 8. März, ich habs durch verschiedene Medien mitbekommen, konnte mich aber nicht dran erinnern, den in früheren Jahren bewusst wahrgenommen zu haben. Es gibt ja für alles mögliche weltweite Gedenktage (des offenen Denkmals, Aidstag, des Lesens usw.), da hab ich nie so den Überblick.
Interessant fand ich, dass sich nicht nur die Zeitungen, sondern auch zahlreiche Blogger mit dem Thema beschäftigt haben, irgendwie schien es für viele doch zumindest erwähnenswert. Gelesen hab ich den interessanten Themenschwerpunkt der Zeit, insbesondere den Streitartikel von Jana Hensel, in dem sie einige unangenehme Fragen und Wahrheiten aufwirft. Wieder einmal musste ich feststellen, dass ich dermaßen kaum emanzipiert bzw. informiert bzw. sensibilisiert bin, dass es eigentlich wehtun müsste, wenn man regelmäßiger drüber nachdenken würde......Armutszeugnis dafür, dass man (ha!, aber ich weigere mich "frau" zu schreiben, das find ich dann auch albern) eigentlich viel zu oft mit mehr oder weniger latentem Sexismus und sogar Benachteiligung konfrontiert ist und es mehr oder weniger bereitwillig hinnimmt, sich arrangiert und ignoriert. Ich komme mir gerade so angepasst, unkritisch und abgestumpft vor.....
Jüngstes Beispiel: gerade eben lese ich ein ziemlich furchtbares (geliehenes) Buch, das in die Kategorie der sog. "Frauenromane" gehört. Warum lese ich das, statt es nach zwei Seiten in die Tonne zu stopfen und dem Besitzer zu verbieten, es jemals zu lesen? Amüsiere ich mich wirklich über die unsäglich vorhersehbare Geschichte einer trampeligen, ignoranten Frau, die am Ende absurderweise höchstwahrscheinlich ihren Traumprinzen bekommt, egal wie sehr sie sich daneben benommen hat? Zugute halten kann ich mir höchstens, dass (soweit ich mich erinnern kann) ich noch nie ein Buch abgebrochen habe, egal wie schlecht es ist.....ich muss mir also immer mal wieder an die eigene Nase fassen und hab beschlossen, mich ein bisschen mehr zu informieren, z.B. mit Hilfe des Genderblog.
Auch eine Talkshow, in der Alice Schwarzer zu Gast war und über ihre rebellische Jugend erzählt hat, fand ich inspirierend. Ich muss gestehen, ich hab in meinem Leben bisher vielleicht zwei "Emmas" gelesen und bin weit davon entfernt, mich als Emanze zu bezeichnen. Ich will kein Binnen-I, kein "frau" statt "man" (s.o.), keine Anrufbeantworterin und keine lila Latzhosen. Aber ich will mehr weibliches Selbstbewusstsein, bei mir und bei anderen, keine automatische Unterwürfigkeit und vorauseilendes Zurücknehmen der eigenen Person Männern gegenüber, bei dem ich mich (zu) oft ertappe, so! (Zögern Sie nicht, höhnisch-kritische Kommentare abzugeben.......Jehova, Jehova)
Versöhnlicher fand ich deshalb die Idee, über die ich bei Anke Gröner und Franziskript gestolpert bin: wieviele Bücher weiblicher Autoren finden sich im Regal? Anfangs sind mir nur wenige eingefallen, dann warens mehr, als ich gedacht hatte - ein schöner Effekt. Die lange Liste sollte ich mir immer mal wieder vor Augen führen, wer weiß, für was es gut ist =)

Samstag, März 12, 2005

sieht komisch aus....

...das mit den eingefügten kleinen Bildern. Wollte es mal ausprobieren, kriegs aber leider nicht so hin, dass die Bilder den Text nicht zerrupfen oder sich brav an den Rand gesellen......aber immerhin funktioniert das Verlinken in ein neues Fenster, Tutorin S. sei Dank :-)

Sonntag, März 06, 2005

Minga: Ein Nachruf

Ich war im Urlaub, sozusagen, mehr als eine Woche zu Besuch bei lieben Menschen in München. Jetzt bin ich wieder zurück (zugegebenermaßen schon einige Tage) und versuche dem Gefühl nachzuspüren......nicht gerade einfach im matschig-grau-braunen Gießen, aber ich versuchs trotzdem:
Fazit: Schee wars, ich komm wieder :-)

Dienstag, März 01, 2005

Oh Captain, mein Captain

Example
Example
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Jaaa, da sind sie, einige der Helden meiner Fernseh-Kindheit, der schmucke Captain und seine tapfere Crew. Hach war das schön, sie alle nach langer Zeit mal wieder zu sehen, und dann auch noch auf großer Leinwand, sechs Folgen immer mit Vor- und Abspann. Die Musik klingt immer noch sehr ohrwurmig, der Captain hat kaum was von seinem Glanz verloren und ich war fast ein bisschen wehmütig *seufz*
Aber auch wirklich nur fast, denn so ein paar Punkte gabs dann doch, die die sanft heraufziehenden Nostalgiewellen haben abebben lassen.......Der Captain und seine furchtlosen Mitstreiter mussten natürlich zahlreiche Völker und Planeten mit unaussprechlichen Namen vor dräuenden Naturkatastrophen und dem Bösen an sich retten, hilflos-hübsche Prinzessinnen in Nöten befreien und durch Milliarden von (Licht-)Jahren durch die Zeit hin und her reisen. Dabei x-mal ihr angeschlagenes Raumschiff wie durch Zauberhand reparieren und bei allem selbstverständlich immer die moralische Oberhand behalten......ein Klacks, natürlich :-)
Das ganze war aber nicht nur für den Captain eine Zeitreise: für heutige Verhältnisse recht simple Animation, eckige Bewegungen, reduzierte Mimik (jedem Charakter stehen zwei Gesichtsausdrücke zur Verfügung *g*), Anime-Kulleraugen, Gut und Böse klar umrissen und immer noch was zum Lernen dabei. Dazu ein allzu simples Weltbild, in dem Frauen immer wunderschön sein, Miniröckchen tragen, den Helden anhimmeln und im Hintergrund bleiben müssen, unfreiwillig komische Dialoge ("Oh, Otto, warum müssen wir uns hier trennen?" - "Wir kommen von der Erde, das liegt da hinten" - "Gebt auf, Ihr Schurken!! - Na gut"), mittlerweile überholte Vorstellungen von technischen Gerätschaften und Zusammenhängen, über die man einfach schmunzeln muss und ein Erzähler, der oft in haarsträubendem knappen Sätzen logische Lücken und Handlungssprünge überbrückt ....
Schon irgendwie toll und auch gut, dass ich mir sowas mal gegeben hab (trotz meiner Abneigung gegen Hippnes und trendige Zeitgeist-Erscheinungen), so einen Hauch von der früheren kindlichen Begeisterung hab ich noch gespürt. Bei aller Liebe: der charmante Captain gehört ohne Zweifel in die 70er - und das ist auch gut so ;-)

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