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Samstag, Februar 19, 2005

Plädoyer für Schnee

Tendentiell bin ich ja eher genervt von den meisten Dingen, die Radiomoderatoren so von sich geben, aber vorhin musste ich einem doch mal recht geben. Es ging um die Großwetterlage, das ständige Hin und Her und die weit verbreitete Fast-Schon-Hysterie bezüglich Schnee, der fällt oder nicht, liegen bleibt oder nicht und ob er das überhaupt darf (der Schnee).
Der Moderator hat kategorisch, und für Radioverhältniss recht kurz angebunden, drauf hingewiesen, dass wir gerade Februar haben, dass dies ein Wintermonat ist und dass in Wintermonaten auch ab und zu Schnee fällt, der liegenbleiben darf........das gehört so, basta!!
Mir aus dem Herzen gesprochen, denn erstens bin ich keine Frostbeule und mag die kalte Jahreszeit lieber als die zu heißen Sommer, zweitens kommt meine Allergie umso später, je länger der Winter dauert, drittens bin ich keine Autofahrerin, die sich berechtigterweise drüber ärgern dürfte und viertens finde ich Schneelandschaften (auch wenns nur Stadtschaften sind) vom ästhetischen Standpunkt einfach viel schöner, alles sieht so weiß, unberührt und friedlich aus.
Ich freu mich also immer, wenns schneit und ein bisschen liegenbleibt, in unserem mittelhessischen Wetterloch passiert es eh viel zu selten, dass wir eine richtig schöne, dichte Schneedecke haben, das schmilzt hier immer viel schneller weg, als anderswo. Auch schön ist das Knirschgeräusch, wenn man durch den Schnee geht, das Glitzern und die gedämpften Geräusche. Ich erinnere mich dann auch immer gern an füher: große Schneemänner, Iglus am Ende unserer Straße und waghalsige Schlittenfahr-Aktionen, bei denen mir heute die Knie schlottern würden. Zugegeben, der bräunliche Matsch, der vom Schnee übrigbleibt, gefällt mir auch nicht wirklich gut, aber den nehm ich in Kauf, und Regenwetter ist auch nicht besser - so!!
Zum Thema Weisheiten im Radio kommt noch ein Song(-text) von den Söhnen Mannheims dazu, der mich in einer "Ich muss Dinge ändern-Stimmung" getroffen und irgendwie angesprochen hat, obwohl ich denen sonst eigentlich nicht viel abgewinnen kann:

Kümmer Dich um dein Leben
Und dann kümmer Dich um uns!
Die Schäden können wir beheben
Das ist nicht die Kunst
Wir müssen was bewegen
Sonst bewegt sich nix
Es geht nicht nur um Dein Leben
Sondern ob es ein Leben ist

In der Rückschau (ist jetzt schon ein paar Stündchen her, der Tag hat angefangen, die Gedanken nicht mehr so roh und ungeordnet) wirkts ein bisschen pathetisch, aber ich wollte ihn Euch nicht vornethalten.....

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